Blitze fotografieren

Blitze fotografieren

Wer hat es noch nicht probiert? Blitze fotografieren.

Der Himmel zieht sich zu, ein dumpfes Grummeln schleicht sich an, Regenwolken ziehen auf. Ein Gewitter ist im Anmarsch. Während andere sich nun zurückziehen, Hab und Gut sichern und es sich zu Hause gemütlich machen, packt der Gewitterfaszinierte Fotograf sein Equipment aus und bereitet sich vor.

Ortung und Feststellung des Gewitters

Um ein Gewitter und vor allem Blitze fotografisch festzuhalten ist es besonders wichtig, dieses auch frühzeitig zu erkennen. Dabei ist es ratsam Wetterberichte zu verfolgen. Einige Online Dienste bieten sogar die Möglichkeit Blitze genau zu orten. Am besten ist es, wenn die Gewitterzelle rechtzeitig erkannt wird. Bereits vor dem Eintreffen der Zelle können die ersten Fotos gemacht werden. Die meisten Blitze sind bereits aus großer Entfernung sichtbar, auch wenn Regen und Winde noch nicht begonnen haben.

Blitze orten

Blitze können geortet werden. Auf Blitzortung.org kann man einsehen, wann ein Gewitter auftritt und und wie häufig Blitze erscheinen. Des Weiteren wird angezeigt, ob die Blitzhäufigkeit zu- oder abnimmt. Es wird außerdem signalisiert, in welche Richtung das Gewitter zieht und wo man sich als Fotograf am besten positionieren sollte, um Blitzaufnahmen zu machen. Falls man gerade unterwegs ist, ist die App „BlitzAlarm“ von Nowcast sehr empfehlenswert. Diese zeigt aktuelle Gewitterzellen und die mögliche Zugbahn der Gewitter an. Grundsätzlich sollte klar sein, dass diese Apps und Websites zwar sehr gute Hilfsmittel sind, man zum Fotografieren jedoch auch eine gute Portion Glück und Geduld benötigt.


Der richtige Zeitpunkt

Es gibt Gewitter am Tag und in der Nacht. Das Fotografenherz schlägt jedoch höher, wenn ein Gewitter in der Nacht entsteht. Blitze beleuchten, die Umgebung und erzeugen somit einen dramatischen Look. Durch die höhere Belichtungszeit bei Dunkelheit, besteht außerdem die Möglichkeit mehrere Blitze auf ein Bild zu bekommen. Wie bereits erwähnt, ist die beste Möglichkeit Blitze zu fotografieren, ein nahendes Gewitter zu beobachten und die richtigen Momente abzupassen. Regen und Wind setzen meist erst nach dem Gewitter ein. Die Wolken, welche sich vor einem Gewitter bilden, sehen meist bedrohlicher aus, als diese die erscheinen, wenn das Gewitter bereits im vollen Gange ist.

Standpunkt

Das wichtigste bei der Standpunkt-Wahl? Der Standort sollte sicher sein. Dies ist lebenswichtig. Um ein Gewitter zu fotografieren, sollte man sich einen Standpunkt suchen, welcher genügend Weite bietet. So kann nicht nur ein schönes Foto entstehen, sondern auch sichergestellt werden, dass die Zugbahn des Gewitters genau beobachtet werden kann. Dies ist auch wichtig, um vor möglichem Regen oder plötzlich einsetzendem Sturm geschützt zu sein. Somit ist auch die Ausrüstung ausreichend geschützt. Natürlich ist der Standort auch wichtig, um ein gutes Motiv zu bekommen. Einen Blitz kann man auch von zu Hause aus dem Küchenfenster fotografieren. Wer jedoch wert auf ein stimmiges Foto legt, sollte sich schon vorher einen Ort überlegt, welcher auch ohne Gewitter ansprechend ist. Eine schöne Landschaft, eine Skyline, ein prägnantes Bauwerk.
Ausrüstung

Stativ: Um ein Gewitter zu fotografieren, muss oft lange belichtet werden, weshalb ein Stativ sehr wichtig ist. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein stabiles, standfestes Stativ handelt, denn durch auftretende Wind kann dieses leicht umgeschubst werden.

Objektiv: Die Wahl des Objektives ist sehr wichtig. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv, da somit ein sehr großer Teil des Himmels erfasst werden kann. Natürlich können auch mit anderen Objektiven großartige Ergebnisse erzielt werden. Ein gutes Zoom Objektiv hilft oft dabei einen individuellen Bildausschnitt zu finden .

Fernauslöser: Mit einem Fernauslöser kannst du ganz unkompliziert und mehrmals hintereinander die Kamera auslösen, ohne sie dabei zu berühren. Somit verhinderst du, dass der Bildausschnitt versehentlich verändert wird. An einigen Fernauslösern kann auch programmiert werden, in welchem Intervall ausgelöst werden soll.

 

 


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